UrhG
Coalition for Action
“Copyright for Education and Research”

Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“

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Rundbrief des „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft e.V.“ an die Unterzeichner der Göttinger Erklärung
3. September 2009

Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Göttinger Erklärung!

Die VG WORT hat Sie im August zwecks einer Rechteübertragung im Zusammenhang mit dem Google-Settlement (dort genannt „Google-Vergleichsvereinbarung“) angeschrieben. Da sich aus diesem Schreiben viele Fragen ergeben haben, möchten wir Ihnen hier kurz einige Handlungsalternativen aufzeigen, die VG WORT für die in Bildung und Wissenschaft Tätigen eröffnet. Diese bieten im gegebenen Kontext den größten Mehrwert und entsprechen den Interessen der meisten wissenschaftlichen Autoren. Hingegen sollten für Autoren, die ihr Einkommen vorwiegend über die Wahrnehmung kommerzieller Verwertungsrechte beziehen, andere Lösungswege gesucht werden.

Wir schreiben Ihnen heute aus aktuellem Anlass in Kooperation mit dem Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“ und dem Projekt IUWIS „Infrastruktur Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft„ (www.iuwis.de).

Da sich die Handlungsalternativen nach Ihrem Vertragsstatus mit der VG WORT unterscheiden, sollten Sie zunächst diesen feststellen:
Sie haben entweder

  • einen VG WORT „REPORT“ mit dem Textbeginn „Sehr geehrte Wahrnehmungsberechtigte...“ oder
  • einen Brief beginnend „Sehr geehrte Bezugsberechtigte...“
erhalten (oder eben keinen dieser Briefe). Entsprechend empfehlen wir Ihnen die Handlungsalternativen für „Wahrnehmungsberechtigte“ oder die für „Bezugsberechtigte“.

Als „Bezugsberechtigte“ haben Sie einen Fragebogen zur Rechteübertragung erhalten, mit dem Sie konditionierte Rechte an die VG WORT übertragen können.

  • Handlungsempfehlung B1:
    Sie übertragen keine Rechte an die VG WORT, insbesondere nicht das Recht, Ihre Publikationen aus dem Google Archiv löschen zu lassen, da andernfalls Ihre Publikationen (zumindest vorübergehend) für Ihre Fachkollegen unsichtbar werden. Wir haben hierzu für Sie einen Antwortbrief vorbereitet, den Sie ergänzt um Ihre VG WORT-Karteinummer und Adressdaten unterschrieben an die VG WORT senden können
  • Handlungsempfehlung B2:
    Wer ein wenig mehr Arbeit nicht scheut, könnte mit der Aussicht auf eine etwas höhere Vergütung belohnt werden: Senden Sie in diesem Fall den Fragebogen nicht an die VG WORT zurück, sondern registrieren Sie sich selbst direkt bei Google.

Ihren „Wahrnehmungsberechtigten“ hat die VG WORT bisher nicht diese Möglichkeit einer konditionierten Rechteübertragung eingeräumt. Auch macht deren Vertragsverhältnis (Wahrnehmungsvertrag) Handeln erforderlich, sofern sie eine unterbrechungsfreie Sichtbarkeit ihrer Werke in Google Book Search gewährleisten möchten.

Die Frist hierzu endet am 25. September 2009.

Widersprechen Wahrnehmungsberechtigte nicht, treten von der VG WORT beschlossene Änderungen im Wahrnehmungsvertrag in Kraft. Die VG Wort erhielte in diesem Fall das Recht, die Werke der Urheber mit geändertem Wahrnehmungsvertrag aus dem Google-Index löschen zu lassen.

  • Handlungsempfehlung W1:
    Der/Die UrheberIn legt Widerspruch gegen die Änderung des Wahrnehmungsvertrages der VG WORT ein. Hierzu verweisen wir auf die Rundmail des Aktionsbündnisses vom 4./5. Juni, wo sich auch eine detaillierte Erklärung und Begründung findet.
    In Reaktion auf obiges Schreiben haben uns schon zahlreiche Unterzeichner der Göttinger Erklärung mit einem kollektiven Widerspruch bei der VG WORT beauftragt, den wir fristgerecht überbringen werden. Wer sich hier noch anschließen möchte, teile uns dies bitte bis zum 15. September mit. Bitte per E-Mail an bundeszentrale@urhg-bildung-wissenschaft.de
    Damit Sie dennoch an der von Google ausgeschütteten Vergütung partizipieren, sollten Sie sich gleichzeitig direkt bei Google anmelden.
  • Handlungs-Alternative W2:
    Sofern Wahrnehmungsberechtigte keine wesentlichen Vorteile in ihrem Status (im Unterschied zu dem als Bezugsberechtigte) sehen, eröffnet sich die Möglichkeit, den Wahrnehmungsvertrag mit der VG WORT schriftlich zu kündigen und sich anschließend als Bezugsberechtigter neu bei der VG WORT anzumelden. Damit wird über den oben angesprochenen Fragebogen eine selektive Bevollmächtigung der VG WORT ermöglicht.

Für den Vorstand des „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft e.V.“:
Dr. Hartmut Simon, Prof. Dr. Rainer Kuhlen, Dr. Axel Halle, Thomas Severiens

News  
December 4th 2014

Aktualisierter Textvorschlag einer allgemeinen und umfassenden Bildungs- und Wissenschaftsklausel vorgestellt (more)


December 5th 2014Rainer Kuhlen

Prof. Dr. Rainer Kuhlen:
„Alle Experten [...] waren sich einig, dass eine umfassende Lösung gefunden werden muss und zwar als Ersatz für die verschiedenen, weitgehend unbrauchbaren Schranken, neben § 52a auch die §§ 52b und 53a.“ (more...)


December 1st 2014

Pressemitteilung zur Entfristung von § 52a UrhG — ein notwendiger aber nicht ausreichender Schritt in Richtung eines wissenschafts- und bildungsfreundlichen Urheberrechts (more...)


November 29th 2014PTB

All slides from our annual meeting in Berlin on November 17, 2014 are online available (more...)


September 18th 2014

We are represented this week at the 70th German Jurists Day in Hannover with a stand. Visit us in the domed hall (more...)


August 21st 2014

The Coalition signed the The Lyon Declaration on Access to Information and Development (Lyon Declaration)


August 8th 2014§

Global coalition of access to research, science and education organizations calls on STM to withdraw its new model licenses which is not compatible with any Creative Commons licenses. (text of the statement)


July 17th 2014

Strategy of the Federal Government on the European Research Area (ERA):
“The Federal Government is striving to improve copyright law and thus take greater consideration of the needs of science, research and education in the digital age and to tap the potential of digitization in these areas. Specifically, it aims to introduce a blanket exemption for teaching and research purposes.” (Strategy paper)


May 15th 2014COAR Logo

The Coalition for Action supports the initiative taken for immediate open access to research articles and agains long embargo periods. (text of the statement)


May 11th 2014Rainer Kuhlen

Prof. Dr. Rainer Kuhlen:
„Eine umfassende Bildungs- und Wissenschaftsklausel wird gebraucht, keine leicht auszuhebelnde Schranke! Die vom Aktionsbündnis vorgeschlagene Klausel formuliert einen umfassenden Rechtsanspruch für freie Nutzung von publiziertem Wissen in Wissenschaft und Bildung.“ (more...)


December 2nd 2013:
Die Landesregierung Baden-Württemberg betritt in Sachen Open Access Neuland (more...)

November 27th 2013:
Bildungs- und Wissenschaftsschranke im Koalitionsvertrag (more...)

Oktober 14th 2013:
Zehn Forderungen gegen den Reformstau beim Wissenschaftsurheberrecht (more...)

Publications
publication Information als Vitamin für Innovation: Schanken oder Lizenzen für Forschung und Lehre?
Compilation for the annual meeting on October 10, 2013

publication Breite Unterstützung für eine umfassende Verbesserung des Urheberrechts für Bildung und Wissenschaft
Evaluation of a survey and policy implications, September / October 2011

publication Flyer of the Coalition

Relevant Links
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